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Grußwort durch Beate Winzer (THF33-45 Verein)

Seit 1992 setzen sich AnwohnerInnen, ehemalige JUSOs und die VVN für eine Gedenkstätte für das KL Columbia-Haus und die Zwangsarbeit im Montagewerk Flughafen Tempelhof im Rahmen der Erinnerung an den Rüstungskomplex der Luftfahrtindustrie im Nationalsozialismus. 1993 enthüllte der Bezirk Tempelhof im Auftrag des damaligen Kulturdezernenten ein Denkmal auf der gegenüberliegenden Seite des historischen Ortes.
Damals war es nicht möglich, das Denkmal an den historischen Ort oder zumindest davor zu plazieren: Das Flughafengelände war nicht zugänglich, solange die Betriebspflicht bestand.

Fast 20 Jahre danach entfiel die Betriebspflicht. Nach intensiver Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit hatte sich die mittlerweile zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung dazu bereit erklärt, zumindest das Columbia-Haus zu kennzeichnen und das Denkmal auf die richtige Seite versetzen zu lassen. Zudem wurde eine Kommission gebildet, die eine Gedenklandschaft entwickeln soll. Leider existiert weder ein Beschluß des Abgeordnetenhauses, demnach auch kein Auftrag oder ein Haushalt. Mittlerweile existiert ein Runder Tisch für die Gestaltung einer Gedenklandschaft auf dem Tempelhofer Flugfeld. An diesem Runden Tisch existierten weit auseinander fallende Auffassungen. Unabhängig von den unterschiedlichen Auffassungen ist der Verein dem stets freundlichen und unbürokratischen Entgegenkommen der Tempelhof Projekt GmbH und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sehr zu Dank verpflichtet.

2014 hat der Runde Tisch einen Sachstandsbericht abgeliefert, der in die einstimmige Empfehlung mündete, „eine dokumentarische Ausstellung unter der wissenschaftlichen Beratung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und der Stiftung Topographie des Terrors zu realisieren“ (S. 1 des Berichts). Der Bericht liegt seit Sommer 2015 dem Abgeordnetenhaus Berlin vor (Drs. 17/2354).

Der Förderverein bedauert, dass im Zuge der Verfahrensbeteiligung das Tempelhofer Feld vom Gebäude und von diesem das Dach abgetrennt wurde. Wir setzen uns nach wie vor für das Gesamtkonzept unter den genannten Institutionen ein und lehnen jede Art von Auftrennung ab. Flugfeld und Flughafen sind ein Gesamtensemble, das gemeinsam zu betrachten ist.

 

Kontakt: info@thf33-45.de

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