Förderverein für ein Gedenken an die Nazi-Verbrechen auf dem und um das Tempelhofer Flugfeld e.V.

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In der Mitte des Stadt Berlin befindet sich das Tempelhofer Flugfeld mit dem Flughafen Tempelhof. Der Flughafen ist zusammen mit dem Flugfeld eine Hinterlassenschaft der NS-Herrschaft, ein Ort von Opfern und Tätern des NS-Regime. Im Flughafen befand sich die "Flugzeugfabrik des Reichsluftministeriums", die Weserflug GmbH sowie das zweitgrößte Reparatur- und Umbauwerk der Lufthansa AG im damaligen Deutschen Reich. Vor dem neuen Flughafen befand sich bis 1934 das SS-Gefängnis Columbiahaus und bis 1936 das KZ Columbia.

Mit dem Flughafen erfüllte Hermann Göring eine Forderung der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Luftfahrtforschung. Hier wurde ein Flughafen für die modernsten Flugzeuge mit einem Flugfeld, auf dem diese Flugzeuge vorgeführt werden konnten, zusammengeführt. Der Staat als Auftraggeber für militärische und zivile Luftfahrt präsentierte mit dem Flughafen die Einheit zwischen Forschung, Industrie und Staat. Die "Nationale Erhebung" der NSDAP wurde von Industrie und Forschung begrüßt und unterstützt. Der Verantwortung von Forschung und Industrie, von Ingenieuren, Ärzten und Wissenschaft für NS-Terror gilt das Vereinsinteresse. Wir fragen nach gesellschaftlicher Zustimmung, nach Kooperation und Kollaboration und nach Überwachungsmechanismen. Damit steht auch die Funktion einer restriktiven Sexualmoral im Focus und der Umgang mit Menschen, die erfolgreich kriminalisiert und stigmatisiert wurden.

Die Aufklärung über den und die Erforschung des Ortes stehen im Mittelpunkt der Tätigkeit des Fördervereins. Der Förderverein arbeitet in der Historischen Bildungsarbeit und der Historischen Forschung. Es gibt öffentliche Veranstaltungen zu Themen der Facetten des Tempelhofer Feldes mit Schwerpunkt des NS. Zusätzlich bieten wir Radtouren und Führungen über das Feld an. Darüber hinaus führen wir Lesungen, Filme und musikalisch-literarische Veranstaltungen durch. Derzeit liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf der Historischen Bildung und der Erforschung von Flughafen und Flugfeld im Kontext der NS-Luftwaffe.

 

Die Arbeit wird weit überwiegend ehrenamtlich durchgeführt.

 

Der Verein ist gemeinnützig, Spenden sind steuerbegünstigt.